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Ursula Gilbert

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Arrived in Britain:
Place of Birth:
Born:
16 March 1939
Experiences:

Interview Summary:

Ursula Gilbert, nee Ursula Brann, was born 1923 in Berlin. Her father was a banker until the Wall Street crash in 1929. He then opened a Russian delicatessen shop. Ursula went to the ‘Haushaltsschule Lenitz’, outside Berlin, to prepare for emigration. Father was involved in the Jewish community and helped to organise the Kindertransport. She left Berlin on a Kindertransport on the 15th of March 1939. She first stayed with a religious family in London and then lived in various hostels and Boarding houses. During the war, Ursula did various ‘war works’. Her parents and sister stayed in Berlin until 1943 and were deported to Auschwitz. Her parents were very close friends of the last president (1940-1943) of the Jewish community in Berlin, Moritz Henschel. Ursula married in 1949 and has two children. She is a member of Belsize Square Synagogue. 

VE Day... Everybody was so happy and so you know…That was the unhappiest days of my life perhaps because then I heard… Up till now I could hope and think you know perhaps one day I’ll see them [her parents and sister] again. If I haven’t heard by then, I won’t hear any more - That’s the end of it, the end of hoping.

Well the only way I can explain it perhaps you know…My happy family life was interrupted and I lost my parents and my sister. And I tried to work myself up to a sort of a useful and nice enough human being. I found my own family and I managed to study so I’ve got something I can say I can be proud of. I’m happy and I’ve got no regrets really. I mean all the things that happened to me in war time and being a refugee I can only make Mr Hitler responsible for it – nobody else. And that’s how it is and I had to come to terms with that. It’s no good saying I resent it in any way because that’s how it is.

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@ AJR Refugee Voices 2020

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UG: Reading from her parents' letter of May 1939: "Ich lese jetzt einen der vielen Briefe, den  ich von meinem Vater aus Berlin erhalten habe, wie ich nach England gekommen bin. Dieser Brief ist datiert Berlin, 23. Mai ’39..  [Reads from the letter in German, occasionally commenting).] “ Liebes Ullakind, Deine liebe Karte haben wir erhalten und sind sehr gespannt, weiteres über Deine Tätigkeit zu hören. Falls es ein Geschäft mit Chefs gibt, schreibe mir bitte die ganze Firma mit Adresse, und ich werde dann als Vater ein paar nette Worte hinzuschreiben” (Ich möchte dazu sagen, dass er meinte, eventuell in einer Firma, wo ich als Chef arbeiten könnte; dass ich dort angestellt  werden würde.) “Was das amerikanische Konsulat angeht, so hat Dir ja Mutti bereits darüber geschrieben; ob allerdings ganz richtig, können wir hier nicht beurteilen. Hier ging durch das jüdische Blatt auch eine Notiz, dass man sich registrieren lassen müsse, wenn man in England sei.“   (Das stell’ ich mir vor, das kommt nicht in dem Brief vor, dass meine Eltern… [BL asks UG to speak in English.] My comment is that my parents had to register; they wanted to go to America and they had to register for a number. Ich will das nochmal sagen: wir haben hier nicht beherrschen {sic! feststellen?) können, ob man sich registrieren muss oder nicht.) [UG repeats the last sentence from the letter.] “Hier ging durch das jüdische Blatt auch eine Notiz, dass man sich registrieren lassen müsse, wenn man in England sei. Ob sich das auf Fälle bezieht, die bereits in Berlin registriert sind, weiß ich nicht. Erkundig’ Dich bitte darüber, eventuell schreibst Du, dass Du in Berlin unter der Nummer 85105 registriert seist, das Affidavit ebenfalls dort eingereicht worden ist. Dazu gib die alte Adresse in Berlin und die neue, mit dem Bedenken, dass Du im Rahmen der Kinderverschickung in England seist. Schaden kann das doch keinesfalls, aber englisch musst du es schreiben. Was machen Deine Moneten, wie gross ist Dein Kassenbestand? Berichte einmal darüber! An Shavuot wünsch’ ich Dir alles Gute. Auch bei uns ist Feiertag, ich habe zwei Tage frei” (Ich gebe dazu, dass er eventuell für die jüdische Kinderabschickung nach England, für Kindertransport.., dass er meint, er hat dort gearbeitet, und dass er deshalb zwei Tage frei gehabt hat. Ich lese jetzt weiter.) “Auch am zweiten” ( das ist wahrscheinlich  am zweiten Feiertag von Shavuot) “will ich mit Stephs” (das war meine Schwester) “in die Oranienburger Strasse, die immer jetzt in Betrieb ist, zum Gottesdienst gehen. Es spricht der immer noch beliebte Nussbaum,” (das ist der Rabbiner Nussbaum, der sehr viel Erfolg hatte und beliebt war in Berlin) “das weiß ich auch. Was Mutti über englische Stunden schreibt, ist durchaus wichtig. Es besteht nämlich sonst die Gefahr, dass Du in einer Art Waschfrauen-Englisch sprichst und nie einen englischen Brief schreiben kannst.”